Räume

Räume der Schauspielschule “Der Kreis” in Berlin

Aufgrund eines positiven Votums durch den Senator für kulturelle Angelegenheiten und nach dem zustimmenden Beschluss des DKLB-Stiftungrates konnte das Berliner Zahlenlotto mit erheblichen finanziellen Mitteln, in Anerkennung der langjährigen Verdienste der Fritz-Kirchhoff-Schule um den künstlerischen Nachwuchs im Theater-und Filmbereich, den Ausbau unserer neuen Schulräume in einer ehemaligen Fabrikanlage in Berlin-Tempelhof ermöglichen.

Die Schule verfügt über drei große Unterrichtsräume, weitere Aufenthalts- und Lagerräume sowie einen Sanitärbereich. Der größte Raum wurde für die Bewegungsunterrichte (Tanz, Kinomichi, Fechten, etc.) mit einem Schwingboden versehen, um die Gelenke zu schonen. Spiegelwand und Ballettstange ergänzen die professionelle Ausstattung.

Durch den Aufbau einer praktikablen Bühne und mit rund 100 Sitzplätzen wird der Raum für unsere Zwischenprüfungen und für Öffentliche Aufführungen zu einem Theater für einen praxisorientierten Unterricht.

Unsere neuen Räume, schon fast fertig gebaut:

Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume
Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume
Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume
Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume
Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume
Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume
Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume
Schauspielschule Berlin "Der Kreis": Neue Räume

Schauspiel in der Schokoladenfabrik

Loftumbau von Hütten und Paläste in Berlin

Im Kreuzberger Wrangelkiez, wo die Schauspielschule “Der Kreis” bisher ansässig war, sind die Gewerbemieten inzwischen derart stark gestiegen, dass ein Umzug nötig wurde. Im 5. Stock der ehemaligen Sarotti-Fabrik in Berlin-Tempelhof, die nach Plänen von Bruno Buch 1923 gebaut worden war, fand sich eine bezahlbare Mieteinheit. Das Büro Hütten und Paläste (Berlin) plante den Umbau für die Bedürfnisse der Schule, gerade einmal 500.000 Euro standen dafür zur Verfügung. Nun sind die neuen Räume nach 5jähriger Planungs- und Bauzeit endlich in Betrieb genommen worden.

Ein denkmalgeschütztes Stahlbestonskelett mit sichtbaren Stützen und Unterzügen bestimmt die Atmosphäre der einst weltgrössten Schokoladenfabrik. Die Architekt*innen haben die vorhandenen Oberflächen in ihrer Farbigkeit bewahrt und lediglich säubern lassen. Auf den 350 Quadratmetern fügten sie drei Unterrichtsräume als abgeschlossene Einheiten hinzu: einen Theatersaal, ein Klavier- und Musikzimmer und ein Tanzstudio. Mit jeweils eigenem Boden, Wänden und Decke sind sie zwischen die Stützen gestellt und können so den Anforderungen an Schallschutz und Akustik im Schulbetrieb Rechnung tragen.

Die eingestellten Räume sind in neutralem Grau gehalten, die Leitungen in die Einbauten integriert, die Beleuchtung wird abgehängt. Ausserdem gibt es einen “Fundus” in Form eines begehbaren Schranks, der sowohl Requisiten und Werkstatt als auch Teeküche und Umkleiden aufnimmt und durch einen umlaufenden silbernen Vorhang markiert ist. Die Anordnung der Räume ist einerseits ein ökonomischer Umgang mit der Fläche, andererseits ermöglicht die Konstellation natürlich viel mehr. Man stelle sich nur die Blickperspektiven und Aneignungsmöglichkeiten vor, wenn die angehenden Schauspieler*innen und ihre Lehrer*innen in ihren Übungen auch die Zwischenräume bespielen oder einfach mal Pause machen.

(Baunetz vom 30.9.2021)