Klaus Hoser

Klaus Hoser, Lehrer an der Schauspielschule Der Kreis

In Duisburg geboren, lebt Klaus Hoser seit den 50er Jahren in Berlin, wo er Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften studierte. Dieses Studium schloß er mit Promotion ab. Schon zu dieser Zeit arbeitete Klaus Hoser als Regie-Assistent am Berliner Renaissance Theater bei Regisseuren wie Leo Mittler, Paul Verhoeven, Leonard Steckel, Ludwig Berger, Viktor de Kowa u.a., ein Jahr lang war er bei Bertolt Brecht am Berliner Ensemble.

1962 gründete er am Kurfürstendamm das Forum Theater, eine Avantgardebühne, die experimentelles, politisch-literarisches Theater, meist Uraufführungen unter Klaus Hosers Regie präsentierte. Neben Stücken von Peter Handke, Wolfgang Bauer und Tankred Dorst inszenierte Klaus Hoser 5 Erstaufführungen von Fernando Arrabal, u.a. auch die legendäre Aufführung von “und sie legen den Blumen Handschellen an”. Aber auch vergessene oder unterdrückte Stücke kamen auf die Bühne: Goethes “Hanswurstiaden”, Georg Kaisers “Der Soldat Tanaka”, Ernst Tollers “Der entfesselte Wotan” und August Stramms “Rudimentär”, letzteres ging auf Tournee durch Europa, Amerika und Kanada.

1975 gab er das Forum Theater auf und arbeitete fortan als freier Regisseur; unter anderem in Köln, Düsseldorf, Göttingen sowie auf internationalem Parkett in Nordafrika, Argentinien und Frankreich. Er inszenierte u.a. Sophokles “Antigone”, Goethes “Stella”, Kleists “Amphitryon”, Shakespeares “Kaufmann von Venedig”, Molières “Der eingebildete Kranke”, Brechts “Heilige Johanna” sowie Musicals wie “Anatevka”, “Linie 1”, “Ab heute heisst du Sara” und “Der kleine Horrorladen”.

Seit 1991 unterrichtet Klaus Hoser Schauspiel an der Fritz-Kirchhoff-Schule in den Fächern Szenenarbeit und Rollenstudium. Er leitet als Regisseur die Abschlussprojekte. Das Theater“Die Schwebebühne”

bringt die Abschlussprojekte zur öffentlichen Aufführung durch Gastspiele an Berliner Theatern.

 

Theater soll die Menschen faszinieren, fesseln und verzaubern. Dazu nötig sind: Talent und Handwerk. Die Schauspieler müssen ausgebildet werden, flüssig und verständlich zu sprechen, sich gut und entschlossen zu bewegen, locker und entspannt zu stehen, einfache Handlungen auszuführen und auf sie zu reagieren. Die Zuschauer wollen einen Menschen sehen, der spielend handeln kann, sie erwarten Spontaneität, Individualität und Kraft. Darsteller sollen lernen, wahrhaftig und mutig zu sein, Eigenschaften, die durch Phantasie und Freude am Spiel entwickelt und geübt werden können.
(Klaus Hoser)