Ausbildungsplan

1. Bewerbung zur Aufnahmeprüfung
2. Dauer der Ausbildung

Ausbildungsvertrag über 3 Jahre (6 Semester mit 41 Ferientagen pro Jahr).
Nach dem ersten Semester entscheiden beide Vertragspartner, ob die Ausbildung fortgesetzt wird.
Nach jedem Semester findet eine Zwischenprüfung statt, nach 6 Semestern die Bühnenreifeprüfung, verbunden mit einer Aufführung der Abschlussproduktion in einem Berliner Theater.
Die Ausbildungszeit kann sich um ein weiteres Semester verlängern, wenn die Abschlussprüfung nach 6 Semestern nicht bestanden wird.

3. Bezeichnung des Ausbildungsberufs


Schauspieler mit staatlich anerkanntem Abschluss und Zuerkennung der Bühnenreife.

4. Berufsbild


(Überblick über Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erworben werden)
– berufsnotwendige Atem- und Sprechtechnik
– ein transparenter Körper mit hoher Belastbarkeit und Konzentration aus Ausdrucksmittel
– Gesangstechnik für Lieder in Stücken, Songs und Chansons und Chorgesang
– emotionale Intensität, Kreativität und Kontrolle zur realistischen Menschendarstellung
– geistige Beweglichkeit durch inhaltliche Auseinandersetzung als Künstler
– Mobilität verschiedenen Methoden und Medien gegenüber.

5. Das Unterrichtsangebot der Fritz-Kirchhoff-Schule

Ab dem 1. Semester werden von 11 Lehrkräften die FächerAtemschulung, Fechten, Singen, Kinomichi und Movement, Power-Yoga, Tanzen, Theater-und Literaturgeschichte, Sprecherziehung, Pantomime und Akrobatikunterrichtet.
6 weitere Dozent*Innen sind im Hauptfach Schauspiel tätig. Es besteht aus:
Eigenarbeit ( Recherche, Improvisation und Konzeption), mit Anleitung
Szenenarbeit ( mit fünf unterschiedlichen Lehrkräften)
Rollenstudium ( mit fünf verschiedenen Lehrkräften)
Meisner-Training
Grundlagenarbeit
Improvisation
Camera-Acting
Eigenmonologe ( eigenständig erarbeitete Rollen)
Abschlussproduktion ( Inszenierung eines ganzen Stückes mit öffentlichen Aufführungen der Schwebebühne in einem Theater in Berlin)

Im 1. Semester wird neben dem Studium in 13 anderen Fächern als Szenenarbeit mit dir eine Eigenarbeit in der Gruppe unter Leitung einer Dozentin entwickelt:
Nach Beobachtungen aus der Realität wird mit der Wiedergabe des Erlebten durch Improvisationen und anschließende Gespräche darüber eine Szenenfolge entwickelt, die ihr beim Öffentlichen Abend vor Publikum aufführt.

Im 2. Semester wird mit dir im Fach Szenenarbeit in einer weiteren Gruppenarbeit die Szenenfolge eines klassischen Textes einstudiert. Alle anderen Fächer aus dem 1. Semester werden mit kontinuierlichem Aufbau weitergeführt bis zum Ende der 3-jährigen Ausbildungszeit..

Im 3. Semester: Nach der Gruppenarbeit wird nun mit dir in der Szenenarbeit eine moderne Duo-Szene und im Rollenstudium die erste moderne Vorsprechrolle geprobt.

Im 4. Semester probierst du eine Duo- und eine Solo-Szene aus einem klassischen Stück, das Fach Grundlagenarbeit geht über zu Improvisationen und es kommt das Studium von Camera-Acting dazu.

Im 5. Semester: Proben für eine weitere moderne Duo-Szene und im Rollenstudium eine zeitgenössische Solo-Szene unter dem Aspekt, sich ein breitgefächertes Rollenrepertoire zu erarbeiten mit einer möglichst bunten Figurenpalette, wobei eine Rolle in gebundener Sprache sein muß. Dafür kommt auch eine erste Eigenarbeit dazu, bei der du die selbst ausgewählte Rolle selbstständig erarbeitest. Grundlage für diese Arbeit bleibt weiterhin das Training in den technischen Bereichen.
In den Fächern Sprecherziehung, Tanzen, Singen, Fechten und Pantomime werden ausserdem mit dir Beiträge einstudiert, die beim Öffentlichen Abend am Ende eines jeden Semesters aufgeführt werden.

Im 6. Semester kannst du zwei weitere Rollen mit zwei weiteren Lehrkräften und eine zweite Eigenarbeit probieren. Im Mittelpunkt des letzten Semesters stehen die Proben für das Abschlussprojekt. Darüber hinaus bist du aufgefordert, eine Hausarbeit über ein Thema eigener Wahl für die Abschlussprüfung in Theater-und Literaturgeschichte zu verfassen.
Wenn die Prüfungen bestanden sind, wird dir vom Kollegium das Zeugnis der Bühnenreife zuerkannt und damit der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung bestätigt.

Nach dem 6. Semester wird dir angeboten, die für das spätere Vorsprechen vorgesehenen Rollen mit den vorherigen Dozent*innen in Coaching – Stunden weiterzuarbeiten. Auch die technischen Fächer kannst du dabei bis zum ersten Vorsprechtermin bei der ZAV wahr nehmem, um im Training zu bleiben.
„Erst trainieren, dann probieren“, sagt Lee Strasberg, der berühmte Schauspiellehrer aus New York.

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