Camera Acting

Inspiration, kreativer Zustand und Ausdruckskraft

Im Fach Camera Acting beschäftigen wir uns theoretisch und praktisch mit den ersten Grundlagen, die der Schauspieler für das Spiel vor der Kamera benötigt, da die Arbeit im Film gänzlich verschieden zur Arbeit auf der Bühne ist.
Wie sollte ich mich vorbereiten, um in einen Drehtag bzw. in ein Casting zu gehen? Wie bewahre ich mir die nötige Spontaneität, wie stelle ich mich vor und wie nutze ich die gegebene Zeit optimal? Dabei zeige ich, dass ich Spaß an meiner Arbeit habe und genau deswegen da bin.
In den einzelnen Unterrichtseinheiten werden verschiedene Formen der Kameraarbeit behandelt und in praktischer Szenenarbeit vor der Kamera umgesetzt. Ebenso wird das technische Umfeld von Ton über Requisite bis hin zu Kostüm und Maske anwendungsnah beleuchtet.

Filmschauspiel ist heutzutage viel mehr eine Frage des „Seins“ als des „Spiels“.


Aus dem Fach Camera-Acting
„Hochzeit kaputt“ Demoszene from
Josephine Egri

In mehreren Unterrichtseinheiten werden wir uns die verschiedenen Formen von Kameraarbeit anschauen und ihre unterschiedlichen Anforderungen anschauen, untersuchen, üben und durchspielen. Von Cold Readings und Castings bis zu intensiver Drehvorbereitung.
Es geht dabei vor allem auch um die praktische Anwendung der Meisner-Technik, wie z.B. der Realität des Tuns, wirklich zuhören und antworten und damit bei aller Vorbereitung spontan und ehrlich zu sein.
Welches Grundwerkzeug brauche ich, um jede Kameraarbeit erfolgreich zu gestalten.

Grundlagen der schauspielerischen Kameraarbeit

Wie bereitete ich mich vor, wie gehe ich in den Dreh bzw. das Casting, wie lerne ich spontan mit der jeweiligen Situation umzugehen, wie präsentiere ich mich, wie hole ich in kürzester Zeit das meiste aus mir und der Szene heraus.
Und wie zeige ich, dass ich Spaß an meiner Arbeit habe und genau deswegen da bin!

• Wenn man jemanden dabei erwischt, in einem Film ´zu spielen´, hat der Schauspieler etwas falsch gemacht. In dem Moment, in dem er beim ´Spielen für die Kamera´ ertappt wird, hat er sich verraten. Er ist kein privater Charakter in seiner privaten Welt mehr. Jetzt ist er ein vertraglich bezahlter Schauspieler, der seine Zeilen für die Zuschauer spricht. Auf Wiedersehen Illusion. Auf Wiedersehen Karriere…

• Filmschauspiel ist heutzutage viel mehr eine Frage des ´Seins´ als des Schauspielerns.

• Wenn du hoch konzentriert bist und dein Spiel wahrhaft ist, kannst du dich zurück lehnen und die Kamera wird dich jedes Mal einfangen; sie wird dich nicht fallen lassen. Sie sieht dich, schaut dich an. Sie ist dein Freund. Denk daran, sie liebt dich. Sie hört dir und allem was du tust zu und nimmt es auf, egal wie minutiös du es tust. Wenn Theaterschauspiel eine Operation mit einem Skalpell wäre, ist Filmschauspiel eine Laseroperation.

• Schauspielern zu lernen, ist zu lernen, Entscheidungen zu treffen.

• Schauspielern ist nicht in den Worten. Es ist im lebendigen und wahrhaften Verhalten.

Lehrer für Camera-Acting: Peer Martiny